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Besuch im Tunnel der Transitgas AG

18. April 2026

Obwohl die Gasnetze in der Schweiz nicht mehr ausgebaut werden, spielt Erdgas noch immer eine wichtige Rolle in der Energieversorgung in Europa. Zwischen Hofstetten und Blauen verläuft die Gasleitung der Transitgas AG in einem 1.8 km langen, begehbaren Tunnel. Die Mitte Hofstetten-Flüh bot der Öffentlichkeit die Gelegenheit, dieses Bauwerk zu besuchen.

Zwischen Rodersdorf und Lostorf (SO) verläuft eine Transitgasleitung, welche das Gasnetz von Frankreich mit der Gasleitung von Deutschland nach Italien verbindet. Diese Leitung dient nicht primär der Gasversorgung in der Schweiz, denn nur 15% der transportierten Menge werden in der Schweiz verbraucht. Bei Industriebetrieben mit hohem Energieverbrauch z. B. in Italien und Deutschland und Frankreich, ist Erdgas noch immer ein wichtiger Energieträger, welcher durch unser Land fliesst.

Auf dem Gemeindegebiet von Hofstetten-Flüh, am Blauen-Nordfuss, markieren orange Schilder den Verlauf der Gasleitung. Das einzig sichtbare Bauwerk ist der Stolleneingang unterhalb der Ruine Fürstenstein. Zwei Mitarbeiter der Transitgas AG, Herr Grossmann und Jenni, die extra aus der Zentrale der Transitgas AG in Russwil (LU) angereist sind, öffneten die Tür des Tunnelportals für die rund 35 interessierten Besucherinnen und Besucher.

Das Bauwerk aus den Jahren 2000 und 2001 hat eine Länge von rund 1.8 km und verläuft schnurgerade mit einem konstanten Gefälle durch den Blauen. Wegen allfälliger Felsabbrüche ist der Tunnel vollständig mit Beton ausgekleidet und er muss für die monatlichen Kontrollgänge begehbar sein. Im Innern des Stollens wird das eintretende Wasser gesammelt und auf der Südseite bei Blauen in einen Bach abgeleitet. Wegen austretendem natürlichem Radon ist die Anlage belüftet und bei jedem Betreten muss ein Messgerät mitgeführt werden, welches Alarm schlägt, wenn Gase gemessen werden oder zu wenig Sauerstoff vorhanden ist. Die Leitung hat einen Durchmesser von 90 cm, durch diese fliesst jährlich etwa die 8fache Energiemenge des Kernkraftwerks Gösgen. Es kann sowohl Gas von Norden nach Süden als auch umgekehrt transportiert werden.

Im Anschluss an die interessante Führung konnte Organisator Markus Stöckli den Mitarbeitern der Transitgas AG eine Flasche einheimischen Gin und Honig zu Dank überreichen. Bei einem reichhaltigen Apéro bei herrlichem Frühlingswetter klang der gelungene Anlass aus.

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